Unsere Hochzeit am 22.06.2013

Die Geschichte von unserer Hochzeit

 

Da wir beschlossen hatten im kleinen Familienkreis auf der Insel Rügen zu heiraten, machten wir uns am 20.06. mit vollgepacktem Auto auf den Weg. Mit dabei waren unser Trauzeuge Matthias und mein Opa. Leider sollte diese Fahrt nicht so entspannt und leicht werden wie wir uns das vorgestellt hatten.

Es ging einfach alles schief, was nur schief gehen kann. Wenn man so etwas in einem Hollywood Film sieht, denkt man nur „ok, ganz schön übertrieben, dass passiert ja nur im Film“.

Zuerst kamen wir in den schlimmsten Hagelsturm unseres Lebens mit Tischtennisball großen Hagelkörnern. Es war unheimlich laut, da die Hagelkörner mit solcher Wucht einschlugen, dass sie mehrere Dellen im Autoblech hinterließen! Es war als würde die Welt untergehen. Caprio- und Motorradfahrer hielten unter den Brücken der Autobahn an. Man konnte höchstens 3 Meter weit sehen und maximal 50km/h fahren!

Zum Glück dauerte es nicht so lange wie es sich anfühlte. Nach 20 ca. min hatten wir das schlimmste hinter uns und fuhren auf einen Rastplatz um die Schäden zu begutachten.

Während wir dies taten, ging mein Opa auf die Toilette. Als er zurück kam, sahen wir gerade noch, wie er über den Bordstein stolperte und hinfiel. Er landete genau auf dem Gesicht. Als wir ihm aufhelfen wollten, sahen wir schon wir das Blut nur so aus seiner Nase schoss! Es hörte gar nicht mehr auf. Nur mit vielen Kompressen aus dem 1. Hilfe Kasten konnten wir die Blutung etwas eindämmen. Obwohl er eigentlich gleich weiter fahren wollte, überzeugten wir ihn schließlich, dass es angebracht wäre in ein Krankenhaus zu fahren.

Da mein Opa das Blutverdünnungsmedikament Marcumar nimmt, konnten wir ja den Blutverlust nur sehr schlecht einschätzen. Leider mussten wir ca. 45 min zurück fahren um in das nächste Krankenhaus zu kommen. Wir sahen schon wieder die Schilder nach Hof!!

Als wir schließlich dort ankamen, wurde mein Opa jedoch sehr gut versorgt. Es stellte sich heraus, dass seine Nase mehrfach gebrochen war. Nach Absprache mit dem Arzt konnten wir unsere Reise dennoch fortsetzen. Mein Opa saß jetzt vorne im Auto und legte für den Rest der Fahrt seinen Kopf in den Nacken.

Nach drei Stunden setzten wir unsere Abenteuerreise schließlich fort. Der Hagel hatte sich nun in Regen und Sturm umgewandelt, so dass wir auch jetzt nicht sehr schnell voran kamen.

Nahe Dessau standen wir mitten in der Nacht plötzlich im Stau – Totalsperre der Autobahn!

Wir konnten es kaum fassen. Es wurde ein sehr langer Stau.

Zum Tempo unsere bisherigen Reise passend, standen wir nun mit sehr vielen anderen, ca. 4 – 5 Std. im Stau. Es ging nur extrem langsam vorwärts.

Wie wir später erfuhren, ereignete sich hier ein schwerer Unfall mit vier Todesopfern.

Da wir ja auch zu 4. im Auto saßen, ging das nicht einfach an uns vorbei.

Als es endlich weiterging waren wir schon 12 Stunden unterwegs!!

Durch einen Fehler im Navi fuhren wir dann zu allem Überfluss auch noch fast 200km Landstrasse.

Als wir dann endlich um 6:30 Uhr am Freitagmorgen in Sellin ankamen, waren wir alle fix und fertig mit unseren Nerven. Nachdem wir Opa zu meinen Eltern in die Ferienwohnung gebracht hatten, kamen wir schließlich im Hotel an. Wir hatten alle einen Bärenhunger, so dass uns das reichhaltige Frühstücksbuffet gerade recht kam.

Anschließend vielen wir alle dankbar in unsere Betten.

Da wir uns ja noch mit der Hochzeitsplanerin treffen wollten, konnten wir auch nicht so lange schlafen wir wollten. Gegen Mittag trafen wir dann Frau Gloser, eine sehr nette Dame die schon sehr viel für unsere Hochzeit vorbereitet hatte. Mit ihr besprachen wir noch ein paar letzt Details, bevor wir mit ihr gemeinsam das Hotel besichtigten. Da wir ja geplant hatten, auf dem Hoteldach zu heiraten, führte sie uns schließlich hinauf. Obwohl am Boden sehr schönes Wetter war, war es auf dem Dach extrem stürmisch. Deshalb entschieden wir die Hochzeit lieber auf der Gartenterrasse des Hotels zu feiern.

Nach unserem Rundgang hatten wir noch viel zu tun.

Wir gingen zum Blumenladen und suchten dort die Gestecke und den Schmuck für den nächsten Tag aus. Da meine Frau bei solchen Dingen ein gutes Händchen hat, habe ich ihr die Auswahl überlassen. Das war eine gute Wahl, wie sich am nächsten Tag zeigen sollte.

Danach fuhren wir zu dem Fotografen, der die Hochzeitsbilder machen sollte. Wir lernten uns persönlich kennen, und besprachen noch ein paar Kleinigkeiten.

Als wir das alles erledigt hatten, fuhren wir zu meinen Eltern, um nach Opa zu sehen. Ihm ging es zum Glück schon besser. Ein Arztbesuch am Morgen hatte ergeben, dass der Bruch von allein heilen sollte.

Von meinen Eltern nahmen wir dann auch meinen Anzug mit ins Hotel. Katharinas Eltern brachten ihr am Abend das Kleid.

Der Nachmittag ging unglaublich schnell vorbei, so dass wir am Abend nur Zeit für ein kleines, aber leckeres Essen im Hoterestaurant hatten. Um 20 Uhr hatten meine Frau und ich dann einen Termin im Wellnessbereich.

Das Personal hatte uns einen tollen Raum hergerichtet. Es war für alles gesorgt. Es gab gekühlten Champagner, frisches Obst, ein heißes Bad, eine tolle Regendusche sowie ein einladendes riesiges Wasserbett. Einem romantischen Abend stand nun endlich nichts mehr im Weg.

Später am Abend trafen wir unsere Trauzeugin und deren Freud an der Hotelbar. Obwohl wir alle müde waren, wurde es noch ein sehr lustiger und etwas feucht fröhlicher Abend.

Am nächsten Morgen trafen wir uns alle am Frühstücksbuffet. Auch beim zweiten Mal war die Auswahl überwältigend. Wir wussten gar nicht wo wir anfangen sollten. Wir wollten ja am Nachmittag noch in unsere Hochzeitskleidung passen!

Zu dem Zeitpunkt waren wir beide noch recht entspannt. Im Laufe des Vormittags stieg die Nervosität dann jedoch langsam an. Vor allem meine Frau wurde langsam unruhig. Da bei dem langen Transport des Brautkleides ein paar Falten entstanden waren, versuchte sie zusammen mit ihrer Trauzeugin ein paar von ihnen herauszubügeln ohne das Kleid zu beschädigen. Ich habe später keine Falten bemerkt, also scheint es ihnen gut gelungen zu sein. J

Um ca. 12 Uhr traf dann meine Schwägerin Constanze ein, um meiner Frau bei den Vorbereitungen zu helfen.

Da ich wusste, dass ich weniger Zeit zum Anziehen brauchen würde als meine Frau, gingen mein Trauzeuge Matthias und ich erstmal eine Runde im Hotelpool schwimmen.

Gegen 14 Uhr gingen wir dann in Matthias Zimmer um uns fertig zu machen. Eigentlich lief alles problemlos und entspannt, bis ich den obersten Knopf meines Hemdes schließen wollte. Er ging nicht zu! Kurz habe ich dann schon geschwitzt, aber Matthias konnte ihn dann ganz gut kaschieren, so dass man davon später nichts mehr sah.

14:45 Uhr trafen wir uns mit den Hochzeitsgästen und Frau Gloser an der Rezeption. Diese begleitete uns dann zu der wunderschön hergerichteten Hotelterrasse. Das Personal hatte den Pavillon schön dekoriert, und den Weg bis dorthin mit einem roten Teppich ausgelegt.

Einige Luftballons in Herzform waren an dem Pavillon festgebunden. Es sah wirklich toll aus.

Pünktlich um 15 Uhr kam dann meine Braut von ihrem Vater geführt die Treppen herunter. Dazu spielte die Standesbeamtin unsere CD mit ausgewählten Liedern ab.

Es wurde eine sehr romantische Trauung, in der fast kein Auge trocken blieb. Wir wurden zu Frau und Mann erklärt und durften die Ringe tauschen. Alles klappte einfach perfekt.

Im Anschluss stießen wir alle mit Champagner an und ließen Luftballons steigen.

Der Fotograf der auch schon während der Trauung Bilder geschossen hatte, bat nun alle, sich für die Gruppenbilder aufzustellen.

Anschließend begann das Hochzeits-Fotoshooting. Anders kann man es nicht nennen, was dieser tolle Fotograf mit uns gemacht hat. Zuerst wurden Bilder am Hotel und auf dem Dach gemacht. Danach fuhren wir mit dem schicken Auto des Fotografen nach Baabe an den Strand und ließen uns am Strand, neben einem kleinen Fischerboot, sowie unter Bäumen fotografieren. Zum Schluss ging es noch zur Selliner Seebrücke, wo weitere tolle Aufnahmen entstanden. Katharinas Trauzeugin Anja begleitete uns überall hin. Sie war sehr wichtig, denn sie war für Haare und Kleid der Braut, sowie das anlocken einiger Möwen verantwortlich.

Nach ungefähr zwei Stunden fuhren wir wieder zu unseren Gästen zurück und sahen da auch zum ersten mal unseren geschmückten Tisch im Speisesaal. Wir waren begeistert. Die Floristin hatte tolle Arbeit geleistet. Außerdem hatte das Hotel unsere Namenskarten sowie kleine Gastgeschenke toll in die Dekoration integriert.

Da es ja schon fast 18 Uhr war, gingen wir alle zum Abendessen über. Mittlerweile hatten auch alle ordentlich Hunger. Den brauchten sie auch, denn es gab ein 6 – Gänge Menü.

Es war einfach fantastisch und sehr lecker.

Nach diesem tollen Essen wurden wir von unseren Gästen reich beschenkt. Außerdem spielten sie mit uns einige lustige Hochzeitspiele, so dass jeder was zu lachen hatte.

Es war ein wundervoller gelungner Abschluss eines schönen Tages. Der einzige Wehrmutstropfen war, dass mein Opa wegen Nasenbluten schon gegen 22 Uhr gehen musste. Durch das viele Bücken beim Essen hatte seine Nase wieder angefangen zu bluten. Nachdem er sich dann in der Ferienwohnung hingelegt hatte, ging es ihm jedoch schnell wieder besser.

Wie ausgemacht, holte unser Fotograf uns um 22:00 Uhr vor dem Hotel ab. Wir fuhren noch einmal zur Selliner Seebrücke. Diese war mittlerweile hell beleuchtet, sodass auch hier tolle Aufnahmen entstehen konnten. Das war jedoch nicht so leicht wie am Tag, das wir jetzt 3 Sekunden absolut still halten mussten, während die Bilder belichtet wurden. Aber auch das haben wir geschafft und sind dann am späten Abend wieder zum Hotel gefahren.

Bei unserer Ankunft hatte das Personal schon alles für die Hochzeitstorte vorbereitet.

Sie wurde auf einem Wagen mit funkensprühenden Kerzen auf der Torte in den Raum gefahren. Es war eine schöne Präsentation und eine noch schönere Torte. Da hatte das Hotel wirklich tolle Arbeit geleistet. Sie sah genauso aus, wie wir es uns vorgestellt hatten.

Leider waren wir alle noch vom Abendessen sehr satt, so dass wir nur einen Teil der Erdbeertorte schafften. Den Rest ließen wir uns für den nächsten Morgen kalt stellen.

Nachdem wir noch einen kleinen Spaziergang auf dem Hotelgelände gemacht hatten, verabschiedeten sich so langsam unsere Gäste. Es war ja auch schon sehr spät.

Da wir in der Nacht Vollmond hatten, gingen wir anschließend zusammen mit Matthias noch einmal zum Aussichtspunkt des Hotels um uns nach diesem langen Tag etwas zu entspannen. 

Gegen 4:30 Uhr kamen wir dann müde aber auch glücklich in unserer Hochzeitssuite an.

An diesem Abend oder ja eigentlich schon Morgen taten wir außer Aufräumen und duschen nicht mehr viel. Dazu waren wir einfach zu k.o.

Am nächsten Morgen trafen wir uns alle zum gemeinsamen Frühstück. Unser Tisch stach aus allen heraus, da dass Hotel das Hochzeitsgesteck vom Abend auf unseren Frühstückstisch gestellt hatte. Als dann auch noch der Rest unserer Hochzeitstorte gebracht wurde, waren wir der Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.

Leider mussten wir ja bis zum Mittag aus dem Zimmer ausgecheckt haben, sodass wir nun anfangen mussten zu packen. Wir verabschiedeten uns von unseren Eltern und dem Opa. Sie traten nun nach und nach die Heimreise an.

Anschließend brachten wir unsere Sachen in die Ferienwohnung. Nachdem wir uns etwas ausgeruht hatten, verbrachten wir noch einen schönen Abend mit einem netten Pärchen, dass wir bei unserer Hochzeit kennen gelernt haben.

Es folgten 20 wundervolle Urlaubstage. Leider gingen unsere Flitterwochen sehr schnell vorbei. Wir haben so viel erlebt, und von tollen Sonnenuntergängen über einen Ausflug nach Schweden, bis hin zu einem Rundflug über die Insel war einfach alles dabei.

Nun sind wir trotzdem wieder froh zu Hause zu sein. Daheim ist es doch immer am schönsten wie man so sagt. Außerdem haben wir dann unsere Katzen doch ein klein wenig vermisst. :-)

Alles Liebe, Katharina und Stefan Rosnitschek

Unser Menü

Wir hatten ein sechs Gänge - Menü

1. Gang

Rose von Rauchlachs mit kleinem Reibekuchen und Pommery Senf

2. Gang

Charantaiser Melone mit Parmaschinken und Rucola

3. Gang

Schnitte vom Norwegerlachs auf Champagnerkraut

4. Gang

Zitronensorbet

5. Gang

Das Beste vom Mecklenburger Rind in Grün mit Gartengemüse und Garlettkartoffel

6. Gang

Mouse von Valrhonaschokolada mit Mango und Bourbon-Vanille

Hochzeitstorte

Fotos von Photohaus Knospe

Hier seht ihr einige Fotos die Andreas Käske, Inhaber von Fotohaus Knospe, geschossen hat. Es wurden Aufnahmen auf dem Hoteldach, im Nachbarort Baabe und in Seelin gemacht. Wir möchten uns noch einmal ganz herzlich bei Ihm und seinen Söhnen für den tollen Service, die viele Geduld und das grandiose Fotobuch bedanken. Über einen auch weiter bestehenden Kontakt und ein baldiges Wiedersehen im nächsten Jahr würden wir uns freuen.

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